Reisefinder
 
Unsere Familie in Australien
Sydney Harbour Bridge
Sydney Skyline
Am Ayers Rock
Beim Goldschürfen
Sonnenuntergang

51 Tage Australien – unterwegs mit der Familie:

Am 9. März 2011 machten wir uns (2 Erwachsene und 2 Kinder, 6 und 5Jahre) auf die Reise nach
Australien. Wir wollten Land und Leute kennenlernen, mein Mann, dessen Hobby Bogenschießen
ist wollte an den Weltmeisterschaften in Wagga Wagga teilnehmen und wir wollten die letzte
Chance für einen großen Familienurlaub nutzen bevor unsere Tochter im September eingeschult
wird.
Wir starteten mit unserem Urlaub einen Tag vor dem Abflug und fuhren entspannt und ohne
Zeitdruck mit einem Leihwagen nach Frankfurt und Übernachteten ein Mal im Carat Hotel. Es liegt
direkt in Flughafennähe. Es ist aber trotzdem Ruhig da und bietet nicht nur Übernachtung mit
leckerem Frühstück an, sondern auch noch incl. Flughafentransfer.
So starteten wir also am 10.03. gut ausgeschlafen und erholt in unseren Flugmaraton. 21 Stunden
fliegen bis Sydney. Mit Cathey Pacific, um 14.00Uhr von Frankfurt bis Hong Kong und nach einer
Stunde Aufenthalt weiter nach Sydney. Der Service und das Essen für die Kinder waren gut, das
Essen für uns so gemischt. Das Unterhaltungsprogramm hatte für jeden etwas zu bieten, und so
haben wir die Zeit schon rumgebracht, obwohl wir auf dem Hinflug kaum schlafenUm 21.00 in Sydney
angekommen, sind wir mit dem Taxi zu Hotel gefahren. Hier haben wir fünf Nächte verbracht.
Die Travelodge Wynyard liegt mitten in der Stadt aber doch in ruhiger Lage.
Unser Zimmer im 4. Stock hatte sogar ein kleines Extraräumchen mit Fenster und Stockbett für die
Mädels. Echt genial.
Durch die zentrale Lage konnten wir alles zu Fuß erkunden und haben uns diese regelmäßig platt
gelaufen. Ein mal habe wir ein Ausflug mit der Fähre zum Taronga Zoo gemacht, um vor allem die
australischen Tiere zu sehen. Wir konnten auch gleich eine grandiose Aussicht auf die Stadt mit
Oper und Brücke genießen.

Am 16.03. hieß es wieder alles einpacken und wir sind mir unserem ersten Innlandsflug (alle mit
Quantas) von Sydney zum Ayers Rock geflogen.Hier waren wir für 3 Nächte in der Hotel und
Ferienwohnunganlage Emu walk untergebracht. Wir hatten eine kleines Appartement und haben uns
selber versorgt, was mit dem nahe gelegenen kleinen Supermarkt - auch preislich – gut zu machen
war. Wir mussten unser Heim mit einigen Ameisen teilen, aber nach dem wir den Mülleimer vor der
Tür deponiert hatten, hielt sich die Anzahl der Mitbewohner in Grenzen. Ansonsten sind wir neben
vielen kleinen Eidechsen keinen anderen komischen Tieren begegnet.
Schon im Vorfeld hatten wir für die Zeit hier unsere Ausflüge mit Anangu – Tours gebucht. Dies
beinhaltete 2 Touren, Sonnenaufgang und Sonnenuntergangstour am Ayers Rock, incl. Reiseleitung
und Nationalparkeintritt. Für beide Touren wurden wir direkt am Hotel mit einem kleine Bus
abgeholt und waren auch nur eine kleine Gruppe von ca. 15-20 Leuten. Das war sehr angenehm,
und hat auch mit den Kindern sehr gut funktioniert.
Zur Sonnenaufgangstour mussten wir echt früh aufstehen, aber für das Lichterschauspiel am Berg
hat es sich auf jeden Fall gelohnt. Leider waren die für uns vielen Fliegen sehr nervig, aber von den
Australiern haben wir erfahren, das es dieses Jahr nur ganz wenige waren. Einige Leute hatten sich
so ein Netz zum über den Kopf ziehen gekauft, aber wir hatten Glück und haben von unserer
Reiseleitung etwas von einer guten Creme aus Rosmarin und Zedernholz bekommen, die wir uns
auf Wangen und um die Ohren herum auftrugen, und so hatten wir auch kein Fliegnproblem. Also
ich finde die Creme sehr empfehlenswert. Die kleine Dose kostet so um 10 Dollar, ist aber sehr
ergiebig und angenehmer als die Netze (Stück 6-9 Dollar).
Nach dem Sonnenaufgang sind wir zum Culture Center gefahren und konnten uns erstmal bei einem
ausgiebigen Frühstück stärken. Danach hatten wir Zeit um uns etwas umzusehen und etwas über die
Kultur und das Leben der Aboriginies zu erfahren.
Wenig später haben wir uns dann mit Ashley unserem Tourführer, einem Aboriginie und seiner
Dolmetscherin zu einer kleinen Wanderung (ca. 2km) getroffen. Wir sind am Fuße des großen
Berges entlang gegangen und Ashley hat uns in seiner Muttersprache vom früheren Leben hier
erzählt. Er hat uns gezeigt welches Werkzeug die Männer und Frauen früher benutzten und wie sie
Feuer gemacht und gejagt haben. Einige Sachen durften wir selber ausprobieren wie z.B.
Speerwerfen oder versuchen Glut zu erzeugen. Die Dolmetscherin hat dann alles für uns auf
Englisch übersetzt. Es war sehr interessant und hat uns viele Einblicke in die für uns fremde Kultur
gebracht.
Am Ende der Tour wartete unser Bus und hat uns wieder direkt bis vor die Hoteltür gefahren.
Gegen 15.00 Uhr waren wir dann wieder zurück und alle waren vom frühen Aufstehen und von der
Hitze hundemüde und so haben wir erst mal eine kleine Mittagspause eingelegt.
Am nächsten Tag ging es gegen 14.00 Uhr zur Sonnenuntergangstour los.Wir wurden mit dem
kleine Bus abgeholt. Unser erster Stopp war das Culture Center und wir hatten die Möglichkeit uns
eine Weile umzuschauen und die Dinge zu lesen, zu denen wir am Vortag keine Zeit hatten. Dann
haben wir uns noch mal mit Ashley und seiner Dolmetscherin getroffen, um zu einer kleine
Wanderung an der anderen Seite des Uluru zu starten. Hier hörten wir Geschichten aus der
Traumzeit der Aboriginies, konnten Höhlenmalereien bewundern und lernten Bushfood kennen, wie
die Bushplum oder eine Art Gras, welches als Getreide dienten und das die Frauen zu Mehl mahlten
um daraus Brei zu machen oder Brot zu backen.
Im Anschluss daran, sind wir zu der Stelle gefahren, von der aus wir den Sonnenuntergang
anschauen wollten. Unser Reiseleitung hat ein kleinen Tisch aufgebaut und es gab Sekt und ein paar
Knabbereien. Leider war es an diesem Tag sehr Wolkig und wir hatten schon so unsere Bedenken,
ob wir viel vom Sonnenuntergang zu sehen bekommen würden. Aber der Himmel hatte ein
Einsehen mit uns und kurz bevor die Sonne hinter dem Horizont versank, tat sich eine Lücke in den
Wolken auf und der Berg erstrahlte im Rot. Fast noch beeindruckender war das Lichtschauspiel am
Himmel. Die Wolken leuchteten von gelb über orange hinzu glutrot. Es war einfach fantastisch.
Völlig erfreut und voller neuer Eindrücke waren wir dann gegen 20.00 Uhr am Hotel zurück.
Außerdem haben wir die Zeit hier im Outback auch noch genutzt um den Mädels einen Wunsch zu
erfüllen. Sie wollten gerne mal Kamel reiten. Zum Glück lag auf dem Gelände des Resorts auch
eine Kamelfarm und so sind wir da mit dem kostenlosen Shuttlebus hingefahren. Neben geführten
Halb- und Ganztagestouren kann man auch spontan für fünf Dollar mit dem Kamel geführt, eine
Runde im Kreis reiten. Die Mädels hatten viel Spaß beim Reiten und diese doch so großen Tiere
mal ganz aus der Nähe sehen zu können war toll.

Das Wochenende von 19.-21.03. haben wir in Alice Springs verbracht. Auch hier waren wir wieder
in einem sehr schönen Hotel untergebracht. Wir haben den Desert Park besucht und uns mit einigen
Bogenschützen zum Training getroffen. Natürlich waren wir auch in Bo´s Saloon (oder auch
Bojanglers), einer Bar mit Restaurant. Es gibt gutesEssen zu vernünftigen Preisen und wer mutig ist
kann auch Emu, Krokodil und Kangaroofleisch probieren. Jede Menge kultiger Deko hängt herum.
Es gibt Geldscheine und Schuhe die an der Decke, ein altes Motorrad steht in der Ecke und sitzen
kannst Du an der Bar auf einem Sattel oder auf einem alten Traktorsitz.

Am 22.03. sind wir nach Adelaide geflogen und haben hier unser Wohnmobil abgeholt. Wir hatten
eine 7,5m langen Apollo Camper. Mit dem sind wir dann bis zum 28.04 entlang der Küste und
durchs Landesinnere wieder bis nach Sydney gefahren.
Aber als erstes waren wir für 3 Tage auf Kangaroo Island und haben uns von den Tieren und der
Natur dort verzaubern lassen. Danach an der Great Ocean Road entlang. Hier haben wir einen
sonnigen Tag für ein Rundflug mit dem Helikopter über die 12 Apostel genutzt. Über den Otway
National Park sind wir nach Ballarat und Bendigo, zwei alte Goldgräberstädte gefahren und haben
auch unser Glück beim Goldwaschen versucht. Von dort aus ging es in die Hauptstadt. Für 3 Tage
besuchten wir Canberra. Es hat uns sehr gut gefallen. Wir waren überrascht wie grün diese Stadt war
und genossen den rundum Ausblick vom Black mountain tower. Auch jede Menge weitere interessante
Sehenswürdigkeiten und tolle Museen auch für Kinder, z.B. das Questacon hat Canberra zu bieten.
Danach fuhren wir nach Wagga Wagga, die größte Stadt im Landesinneren von New South Wales.
Dort verbrachten wir eine Woche auf dem Campingplatz und mein Mann nahm an den
Weltmeisterschaften im Bogenschießen teil.
Im Anschluss daran wollten wir über die Blue Mountains zurück nach Sydney fahren. Doch leider
machte uns das Wetter ein Strich durch die Rechnung und von den Three Sisters war nichts zu
sehen.
So verbrachten wir vor unserem Rückflug noch mal 3 Tage in Sydney auf einem Campingplatz.
Dieser war zwar schon etwas älter, dafür aber mitten in der Stadt in Flughafennähe und fast mit
Blick auf´s Meer.

Am 28.04. stiegen wir nach 51 Tagen wieder voll bepackt in den Flieger und machten uns auf den
Heimweg.
Es war eine tolle Zeit in einem sehr interessanten und gastfreundlichen Land.
Wir sind angesteckt vom Reisefieber und haben beschlossen wieder zu kommen.´


Bis bald Australien!!
Cora Nessensohn

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